DE6805318U - Schiebelehre - Google Patents
SchiebelehreInfo
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- G—PHYSICS
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- G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
- G01B3/00—Measuring instruments characterised by the use of mechanical techniques
- G01B3/20—Slide gauges
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- Braking Arrangements (AREA)
Description
218/12967 DE 29. Oktober 1968
Amts-Zeichen: G 68 05 318.9
Name d. Anm.: Herr Hans Meyer, Renens, Waadt/Schweiz
11 Schiebelehre"
Schiebelehren bestehen bekanntlich aus einer Schiene mit festem Messanschlag, auf welcher ein mit dem beweglichen
Messanschlag ausgerüsteter Schieber gleitet. Von der einwandfreien Führung des Schiebers auf der Schiene hängt, abgesehen
von der Teilung, in weitgehendem Maße die Meßgenauigkeit ab. Zwei schwer zu vereinende Bedingungen sind dabei zu
erfüllen: Einerseits soll der Schieber möglichst leicht und gleichmäßig auf der Schiene gleiten, damit er mit der notwendigen
Sensibilität zugestellt werden kann, andererseits soll zwischen Schieber und Schiene kein Spiel irgendeiner Art auftreten,
damit die Meßschnäbel beim Messen stets parallel bleiben. Es ist nun äußerst schwierig, eine in den verlangten engen
Toleranzgrenzen gehaltene Schiene mit streng parallelen Gleitflächen zu erzeugen, sowie einen dazu passenden, ohne jegliches
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DIPL INO. DIETER JANDER DR.-1NQ. MANFRED
PATENTANWÄLTE
Spiel leicht gleitenden Schieber» Man hat daher zu Lösungen gegriffen, den Schieber nur einseitig fest auf der Schiene
aufliegen zu lassen, während zwischen der anderen Gleitfläche und dem Schieber ein federndes Element in Form eines Keils
vorgesehen wird, mittels welchem das Laufspiel und der Laufwiderstfind in gewissen Grenzen einstellbar sind. Auf diese
Weise gelingt es, zu besseren Herstellungsbedingungen zu kommen, obschon meßtechnische Nachteile in Kauf genommen werden
müssen. Die Aufhebung des Führungsspiels ist nämlich nur dadurch möglich, daß der Keil mit einer gewissen Kraft auf die
Schiene drückt und dort eine zusätzliche, unwillkommene Reibung erzeugt, welche die Handhabung erschwert· Die beiden Forderungen
nach spielfreiem Gang und leichter Zustellbarkeit des Schiebers lassen sich also nicht gleichzeitig erfüllen.
Diesen Nachteilen begegnet die Lösung gemäß der Neuerung. Diese ist durch eine Schiebelehre gekennzeichnet, deren Schieber
über Wälzkörper auf der Schiene geführt ist.
In den Zeichnungen ist eine der Neuerung gemäße Schiebelehre
als Ausführungsbeispiel dargestellt. Es bedeuten::
Fig. 1 die Ansicht einer Schiebelehre,
Fig. 2 den leicht vergrößerten Schnitt längs einer Ebene BB
in Fig.l,
Fig. 3 den leicht vergrößerten Schnitt längs einer Ebene OO
in Fig.l,
Fig. 4- den leicht vergrößert dargestellten Schnitt längs einer
Ebene AA in Fig. 1.
Die in den Fig. 1-4 dargestellte Schiebelehre besteht aus
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DIPL..INC DIETER MNDER DR.-INQ. MANFRED
FATENTANWALTE
einer Schiene 1 mit festem Meßschnabel Id und Teilung la,
und einem Schieber, bestehend aus dem Gehäuse 2 mit dem beweglichen Meßschnabel 2a, und den Abschlußdeckeln 3 und 4-,
welche mit Schrauben 12 auf dem Gehäuse 2 befestigt sind. Im Schieber eingebaut sind zwei fest gelagerte Rollen 5, sowie
eine bewegliche Holle 6. Sie Ausbildung und Lagerung der beiden festen Rollen 5 sind aus Fig. 2 ersichtlich· In Schrauben
8 ist eine Achse 7 aufgenommen, die mit einer exzentrischen Mittelpartie 7a versehen ist, und auf welcher sich die
Rolle 5 dreht. Durch Drehen der Achse 7 kann die Höhenlage der
Rolle 5 im Schieber verändert werden, währenddem durch Verstellen
der Schrauben 8 eine seitliche Versetzung möglich ist· Der Schieber kann also mit Hilfe der beschriebenen Mittel so gegenüber
der Schiene eingestellt werden, daß die beiden Schnabel korrekt aneinanderliegen.
Aus den Fig. 1, 2 und 4 geht hervor, wie die bewegliche Rolle S
gelagert ist. Diese ist über einen Stift 9 im Bügel 10 aufgenommen,
welch letzterer selbst durch den Stift 17 in den Schrauben 18 gelagert ist. Nocken 10a sorgen dafür, daß der Bügel
gegen Gehäuse 2 waä. Deckel 3 kein Spiel aufweist, während ein
seitliches Verstellen der Rclle 6 mittels der Schrauben 18 vorgenommen
werden kann. Auf das rechte federnde Ende des Bügels IQ
und damit auf die Solle 6 drückt die Schraube 11, 30 daß die Rollen 5 gegen die Schiene 1 gezogen werden. Die Rollen 5 und
laufen auf schrägen Führungskanten Ib (Fig,2) der Schiene 1,
welche am Rande von Nuten Ic vorgesehen und dadurch äußeren
Beschädigungen weniger ausgesetzt sind.
Da der Schieber über Rollen auf der Schiene gelagert ist, ist sein Gleitwiderstand auf der Schiene, verglichen mit der Aua~
führung eines auf der Schiene gleitenden Schiebers, bei gleiche«
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DIPL,-INQ. DIETER JANDER DR.-INQ. MANFRED BONINQ
PATENTANWÄLTE
Anpreßdruck um ein Vielfaches geringer, so daß viel feinfühliger
gemessen werden kann. Der Wälzwiderstand ist natürlich abhängig von der Art der Rollenlagerung. Man wird daher darauf
achten, daß das Verhältnis von Rollendurchmesser 5» 6 zu Achsdurchmesser
7» 9 ein günstiges wird? bei extremen Anforderungen
können die Rollen mit Kugellagern versehen werden.
Sehr nützlich für die Montage der Schiebelehre ist die leichte Verstellbarkeit des Schiebers auf der Schiene mittels der
verschiedenen Einstellorgane 7ι 8, 18, welche erlaubt, die
Meßschnäbel Id und 2a ohne kostspielige Fertigung und Anpaßarbeit aneinander anzugleichen.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, wurde die federnde Rolle 6 in einem Abstand a resp. b von den Rollen 5 angeordnet. Es liegt im
Interesse der Erzeugung eines möglichst großen Gegenmomentes zu demjenigen, welches beim Messen an den Schnäbeln auftritt,,
den Abstand b größer zu halten als a.
Währenddem normale Schiebelehren mit einer Klemmvorrichtung ausgerüstet sind, welche den Schieber gegen eine der Führungsflächen der Schiene pressen, erfolgt die Klemmung beim gezeigten
Beispiel (Fig.l, 3 und 4) derart, daß beim Anziehen der Klemmschraube 16 keinerlei zusätzlicher Druck auf die Rollen 5
ausgeübt wird. Der Klemmdruck wirkt über die beiden Klemmbacken 14 und 15 seitlich auf die Schiene 1. Am Gehäuse 2 ist
eine durch Nieten 20 befestigte Blattfeder 13 vorgesehen, welche beim Klemmen an die Schiene 1 gepreßt wird und so Gehäuse 2
und Schiene 1 fest verbindet. Im übrigen ist das Klemmsystem im Gehäuse 2 frei gelagert, so daß es auf die Schiene 1 keinerlei
unerwünschte zusätzliche Seitenkräfte ausüben kann.
Einer möglichen Verschmutzung der Laufflächen Ib kann bei_
spielsweise durch Einlegen von Dichtungen 19 leicht vorgebeugt
werden.
Claims (1)
- DIPL-INQ. DIETER JANDER DR.-INQ. MANFRED BONINQPATENTANWÄLTEZustellungsadresseB MÜNCHEN BO (BOGENHAUSEN) 1 BERLIN 33 (DAHLEM)KOLBERGER STRASSE 21 HÜTTENWEG 15Telefon: 08 11/48 2 7 04 Telefon: 03 11/76 13 03Telegramme: Consideration Berlin218/12967 DE 29. Oktober 1968Amts-Zeichen: G 68 05 318.9Name d. Anm.: Herr Hans Meyer, Renens, Waadt/SchweizSchutzansprüche :1.. Schiebelehre, bestehend aus eir>er Schiene mit festem Meßschnabel, und einem auf derselben verstellbaren Schieber mit beweglichem Meßschnabel, dadurch gekennzeichnet , daß der Schieber (2 - 4) über Wälzkörper (5, 6) auf der Schiene (l) geführt ist.2. Schiebelehre nach Anspruch 1, dad-urch gekennzeichnet , daß der Schieber (2-4) auf der einen H1Uhrungsseite mit zwei Führungsrollen (5) auf der Schiene (l) läuft, während auf der anderen Seite mindestens eine elastisch gelagerte Rolle (6) vorgesehen ist,, welche bewirkt, daß der Schieber (2-4) über die beiden festen Rollen (5) gegen die Schiene (l) gezogen wird.3. Schiebelehre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Führungsrollen (5, 6) radial verstellt werden können.■ 'H 03 Postsekeckkonto Berl ijikUQB9t|W^4>j8^c ^Berliner Bank AG., Depositenkasse 1Iij»WeM)IMM4c «Berliner Bank AG., I6ö05T18i6.7.70It »»It litι · · »ii» »it'til »1 t I » ·' ii η t ι t »DIPt..INQ. DIETER MNDER DR..INQ. MANFRED BONINOPATENTANWÄLTE4. Schiebelehre nach Anspruch 3, dadurch, gekennzeichnet , daß die Pührungsrollen (5) auf exzentrischen, im Schieber (2-4) gelagerten Achsen (7) aufgenommen sind, deren Drehung eine radiale Verstellung der Rollen bewirkt.5· Schiebelehre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Führungsrollen (5) axial verstellbar sind.6. Schiebelehre nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet , daß die Achsen (7) der Führungsrollen (5) in Schrauben (8) des Schiebers (2-4) derart aufgenommen sind, daß sich die Bollen (5) durch Drehen der Schrauben (8) axial verstellen lassen.7* Schiebelehre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die federnde Rolle (6) in einer Wippe (10) drehbar aufgenommen ist, weiche einerseits im Schieber (2-4) abgestützt, andererseits elastisch gespannt ist, derart, daß die Rolle (6) gegen ihre Führungsfläche auf der Schiene (l) gedruckt wird.8. Schiebelehre nach Anspruch 7« dadurch gekennzeichnet, daß die Wippe (10) seitlich zum Schieber (2-4) verstellbar ist.9· Schiebelehre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene (1) längs der Führungsseiten Nuten (ic) aufweist, an deren Rändern schräge Führungsflächen (Ib) vorgesehen sind, und daß die Rollen (5, 6) ein diesen Führungsflächen (Ib) entsprechendes Wälzprofil aufweisen.DIPL.-INC DIETER JANDER DR..INQ. MANFRED BONINQPATENTANWÄLTE10. Schiebelehre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schieber (2-4) ein Klemmsystem (14-16) vorgesehen ist, mit welchem sich der Schieber (2-4), ohne beim Klemmen einen zusätzlichen Hruck auf die Rollen (5»6) auszuüben, auf der Schiene (l) festspannen läßt-11. Schiebelehre nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß im Schieber (2-4) Klemmbacken (14,15) vorgesehen sind, derart, daß sie die Schiene (1) an einer ihrer Führungsseiten umfassen, daß ferner ein Zwischenglied (13) am Schieber (2-4) befestigt ist, welches beim Spannen zwischen Schiene (l) und Klemmbacke (14,15) zu liegen kommt und so Schieber (2,4) und Schiene (l) verbindet.
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