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DE647651C - Verfahren zum Koernen von Stoffen aller Art - Google Patents

Verfahren zum Koernen von Stoffen aller Art

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Publication number
DE647651C
DE647651C DEE45998D DEE0045998D DE647651C DE 647651 C DE647651 C DE 647651C DE E45998 D DEE45998 D DE E45998D DE E0045998 D DEE0045998 D DE E0045998D DE 647651 C DE647651 C DE 647651C
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DE
Germany
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mixing
plate
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moving
speed
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Expired
Application number
DEE45998D
Other languages
English (en)
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EIRICH GEB
Original Assignee
EIRICH GEB
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Publication date
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Priority to DEE45998D priority Critical patent/DE647651C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE647651C publication Critical patent/DE647651C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2/00Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
    • B01J2/14Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic in rotating dishes or pans

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Crushing And Pulverization Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Körnen von Stoffen aller Art Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Körnen von Stoffen aller Art durch Ausbreiten und gegebenenfalls Benetzen des Be handlungsgutes auf einer bewegten oder stillstehenden Unterlage. Es sind bereits Verfahren und Einrichtungen zum Körnen von Stoffen bekannt, z. B. Trommeln mit und ohne Mischschnccke, Siebvorrichtungen o. dgl.
  • Gegenüber diesen Einrichtungen besteht das erfindungsgemäße Verfahren darin, daß auf einer umlaufenden glatten, hin und her bewegten oder stillstehenden Unterlage, z. B. einem Teller oder einem bewegten Mischteller o.dgl., die Mischung und Körnung erfolgt. Erfmdungsgemäß geschieht das Mischen und Körnen unter Benutzung von kamm- oder gabelartigen Werkzeugen, wie sie an sich sChon zu anderen Zwecken vorgeschlagen wur, den, und weiter in der Weise, daß diese Werkzeuge, die auch Messer sein können, ausmittig zur Unterlagsmitte angeordnet und bewegt werden. Für andere Zwecke ist auch die ausmittige Anordnung und Bewegung von Bearbeitungswerkzeugen bekannt. Das Gut wird in der neuartigen Behandlungsvorrichtung mit oder ohne Zusatz von Bindemitteln wiederholt durchgearbeitet und gerollt. Die fertigen Körner werden durch Schaber einer Austrittsöffnung zugeführt.
  • Die harkenartigen Werkzeuge üben infolge der ausmittigen Bewegung der Zinken eine gleichmäßige, in vielen Richtungen auf der Unterlage verlaufende Rollbewegung des Gutes aus, so daß die Körnerbildung besonders schnell ohne Staubverluste vor sich geht. Weiter ist zu bemerken, daß sich die Mischung und Kugelbildung auf flachen Drehtellern besser beobachten läßt als in einer Trommel. Ferner kann die Arbeit des Körnens so lange fortgesetzt werden, als es zur Herstellung einer gleichmäßigen Körnermenge wünschenswert ist, während man es bei der Bearbeitung des zu körnenden Gutes in einer schrägen Trommel 0. dgl. nicht in der Hand hat, das Gut beliebig lange in der Trommel zu behandeln. Das richtige Gelingender Körner ist außer von dem Feuchtigkeitsgrad der Masse besonders auch von der Zeitdauer der Behandlung abhängig, und diese kann erfindungsgemäß beliebig verkürzt oder verlängert werden, was bei einer Trommel nicht der Fall ist. Ebenso kann bei manchen Werkstoffen, die gekörnt werden müssen, ganz am Ende des Arbeitsverfabens, also kurz bevor die fertigen Körner die Maschine verlassen, es noch nötig werden, flüssige oder staubförmige Zusätze einströmen zu lassen, die die fertigen Körner vor nachträglichem Verformen oder Zusammenbacken schützen oder ihnen ein anderes Aussehen geben.
  • Die Erfahrung hat nämlich ergeben, daß selbst bei ganz genauem Zusammenstellen der zu körnenden Stoffe am Ende des Arbeitsverfahrens Unterschiede in der Festigkeit des Fertigerzeugnisses auftreten, was daher rühren kann, daß der Feuchtigkeitsgehalt je nach Witterung und Lagerung der Einzelstoffe oft wechselt.
  • Als Gut können zlB. Ton und sonstige bildsame Massen mit und ohne Farbzusatz, Kunstdünger, schmelzflüssiges Gut, feulerfeste Massen u. dgl. m. in beliebiger Zusammensetzung und entsprechend dem Feuchtigkeitsgehalt in einem einzigen Arbeitsgang gründlich gemischt und in die Form von Kügelchen gebracht werden.
  • Ferner kann das Gut zur Körnerbildung mit Zusatzstoffen, die verfestigend wirken, wie Wasserglaslösung, Klebstoffe, Sulfitablauge, hygroskopische Salze, wie Chlorcalciurn, Chlormagnesium, Zemente 0. dgl., oder auch mit anderen Flüssigkeiten als Wasser, z. B. Salzlösungen, Kohlenwasserstoffen, Ölen, Teer o. dgl., gemischt werden, wobei die Mischung der Stoffe und Zusätze in der Mischvorrichtung, in der auch die Körnung erfolgt, vorgenommen wird. Da Mischung und Körnung in ein und derselben Maschine olme Unterbrechung in einem Arbeitsgang erfolgen können, wird das Arbeitsverfahren erheblich verkürzt.
  • Die Vcrwendung einer einzigen Maschine zum Mischen und Körnen ist besonders wichtig für blldsame Massen, die eine chemische Umsetzung erfahren und dabei durch chemische Bindung der darin enthaltenen Flüssigkeiten schnell trocknen. Bei solchen Massen darf die Mischarbeit in der kurzen Zeitspanne bei schnell einsetzender Sörnerbildung keine Unterbrechung erfahren, so daß für diese Stoffe eine besondere Maschine für die Mischung und cine andere für die Kömung nicht in Frage kommen kann.
  • Erfindungsgemäß kann nach dem Verfahren auch schmelzflüssiges Gut, z. B. Leunasalpeter, der bei I400 schmilzt, gekörnt werden. Da die Erstarrung schnell vor eich geht, ist es erforderlich, die Drehzalll der Milschwerkzeuge oder auch die des umlaufenden Tellers oder beide zusammen wesentlich erhöhen zu können.
  • Die Mischvorrichtung kann auch absatzweise beschickt und entleert werden, so daß mit einzelnen Beschickungen gearbeitet werden kann. Die fertigen Körner können von dem Mischteller laufend, beispielsweise durch eine mittlere Entleerungsöffnung, durch Auftragsschaufeln, Schaber o. dgl., in dem Maße, wie die Zuführung des Gutes erfolgt, abgeführt werden.
  • Erfindungsgemäß wird das Verfahren auch zur Herstellung verschieden großer Körner, also sowohl für Kügelchen von 1 bis 3 mm Durchmesser, größere Knollen o. dgl. benutzt. Die Regelung der Korngröße erfolgt durch den Gang der Mischmaschine, nämlich durch Änderung der Umlaufgeschwindigkeit des Tellers ins Langsame oder Schnelle bzw. durch Verkürzung oder Verlängerung der Beliandlungsdauer bei gleicher Drehzahl.
  • Die Regelung der Isomgröße ist auch durch Vornahme von Verän, derungen in der Einstellung der Kämme oder Gabelzinken am Mischaverkzeug möglich, z. B. durch Höher-oder Tieferstellen der Gabelzinken oderÄnderung der Winkelstellung der Zinken zueinander. oder überhaupt durch Änderung des Zwischenraumes zwischen den Gabelzinken.
  • Ferner kann die Größe der Kugeln durch Veränderung des Feuchtigkeitsgehaltes oder der Klebkraft der zu körnenden Mischung geregelt werden.
  • Die Zerkleinerung oder Zerteilung der bei der Körnung etwa entstehenden größeren Kugeln, Knollen oder Klumpen wird durch die kreisenden Rechenstäbe oder messerartig ausgebildeten Gabelzinken in Verbindung mit längerem Umlauf des Tellers erzielt, während bei Bildung von kleinen Kügelchen das Zusammenballen durch längere Bearbeitung, also ijingeren Lauf der Unterlage, vergrößert wird.
  • Auf dem Mischteller mit den rechenartigen oder kammartigen Werkzeugen kann mit verhältnismäßig hoher Füllung gearbeitet werden, ohne daß sich vor den ausmittig umlaufenden rechenartigen Werkzeugen nicht zu bewältigende Klumpen bilden, die Betr. ebsstörungen verursachen, weil die rechenartigen Werkzeuge das Gut nicht wie die Vollflügel vor sich herschieben, sondern durchqueren, durchschneiden und zerteilen und dabei wiederholt umwälzen.

Claims (4)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Verfahren zum Körnen von Stoffen aller Art durch Ausbreiten und gegebenenfalls Benetzen des Behandlungsgutes auf einer bewegten oder stillstehenden Unterlage, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut mit oder ohne besonderen Binde mittelzusatz durch ausmittig zur Unterlagsmitte angeordnete bewegte messer-, kamm- oder gabelartige Werkzeuge wlederholt durchgearbeitet und gerollt wird und die fertigen Körner durch Schaber 0. dgl. einer Austragsöffnung zugeführt werden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch I zum Mischen und Körnen von flüssigen, erstarrungsfähigen Stoffen, bei welchen die Erstarrung der zu körnenden Masse sehr rasch vor sich geht, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Augenblick, wo die Zusammenballung beginnt und der Übergang in Körnerform erfolgt, die Drehzahl der Mischwerkzeuge oder auch die Umlaufsgeschwindigkeit der Unterlage oder beide zugleich gesteigert werden.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Korngröße durch den Gang der bewegten Unterlage, wie z. B. des Tellers oder Troges, nämlich durch Änderung der Geschwindigkeit ins Langsame oder Schnelle, oder durch die Länge der Behandiungsdauer auf dem Mischteller geregelt wird.
  4. 4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß etwa beim Körnen entstehende größere Kugeln, Knollen, Klampen o. dgl. durch die kreisenden messerartigen Gabelzinken in Verbindung mit längerem Umlauf des. Tellers zerkleinert werden.
DEE45998D 1934-09-04 1934-09-04 Verfahren zum Koernen von Stoffen aller Art Expired DE647651C (de)

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DE (1) DE647651C (de)

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972663C (de) * 1950-04-08 1959-09-03 Wilhelm Eirich Verfahren zum Granulieren von festen Duengestoffen, insbesondere Superphosphat und Kalkstickstoff
DE973396C (de) * 1952-10-19 1960-02-11 Wintershall Ag Verfahren zur Herstellung von nicht entmischbaren und nicht staubenden Mischduengemitteln aus Thomasphosphat und Kalisalzen
DE974302C (de) * 1952-11-10 1960-11-17 Polysius Gmbh Vorrichtung zum Reinigen von Granuliertellern
DE974924C (de) * 1944-01-11 1961-05-31 Emil Fischer Verfahren zur Teilenthaertung (Entkarbonisierung) von Wasser mittels Kalk
DE1177177B (de) * 1960-12-31 1964-09-03 Wintershall Ag Verfahren zur Herstellung abriebfester Granalien aus Thomasphosphatschlackenmehl. weicherdigen Phosphaten oder solche enthaltenden Mischduengemitteln
DE1592724B1 (de) * 1964-03-24 1970-06-18 Polysius Ag Verfahren und Vorrichtung zur Granulierung von staub-oder mehlfoermigen Duengemitteln

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