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"Verfahren zur Aufzeichnung von Bildsignalen und zu deren Wiedergabell
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufzeichnung von Bildsignalen auf einem
platten-, trommel- oder bandförmigen Aufzeichnungsträger, vorzugsweise nach der
Methode der Dichtspeichertechnik sowie zu deren Wiedergabe. Unter tlDichtspeichertechnik"
wird in diesem Zusammenhang verstanden die Aufzeichnung in der Weise, daß die nebeneinander
verlaufenden Aufzeichnungsspuren einen so geringen Abstand aufweisen, daß auf einen
Millimeter etwa 100 oder mehr Aufzeichnungsspuren zu liegen kommen.
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Es sind verschiedene Methoden zur Aufzeichnung von ein breitbandigos
Frequenzgemisch bildenden Signalen, vorzugsweise nach der Methode der Dichtspeichertechnik,
bekannt, die sich beispielsweise der optischen, der magnetischen, der kapazitiven,
aber auch der mechanischen Aufzeichnung und Wiedergabe bedienen. Die Entwicklung
der letztgenannten Methode dürfte in der Praxis am
weitesten fortgeschritten
sein. Bei dieser Methode der Aufzeichnung und Wiedergabe von Signalen, die einem
breitbandigen Frequenzgemisch angehören, sind die Signale auf dem Aufzeichnungsträger
durch Verformungen mechanisch niederdrückbarer Oberflächenteile charakterisiert.
Zur Signalabtastung wird ein-mit einem mechanisch-elektrischen Wandler ausgerüsteter,
auf Druck beanspruchter Abtaster benutzt, dessen Abtastfläche bei der Abtastung
in Richtung der von den Oberflächenteilen ausgeübten Kraft im wesentlichen in Ruhe
bleibt, während die jeweils unter der Abtastfläche befindlichen, verformten Oberflächenteile
des Aüfzeichnungsträgers infolge ihrer Niederdrückung eine Druckkraft auf die Abtastfläche
ausüben, aus deren während des Durchgangs verformter Oberflächenteile für die abgetasteten
Signale charakteristischem Verlauf der Wandler eine entsprechende elektrische Größe
ableitet.
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Dieses Aufzeichnungs- und Wiedergabeprinzip ist aus der deutschen
Patentschrift 1 574 489 bekannt.
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Ein gewisser Nachteil dieser sowie der oben erwähnten weiteren Aufzeichnungs
und Wiedergabemethoden besteht darin, daß wegen des zu speichernden und wiederzugebenden
breitbandigen Frequenzgemisches die Relativgeschwindigkeit zwischen Abtaster und'Auf
zeichnungsträger verhältnismäßig groß sein muß. Im Falle eines plattenförmigen Aufzeichnungsträgers
sind Umdrehungsgeschwindigkeiten
des Aufzeichnungsträgers bei der
Wiedergabe in der Größenordnung von 1500 Umdrehungen pro Minute erforderlich. Diese
großen Umdrehungsgeschwindigkeiten bedingen eine relativ kurze Wiedergabezeit für
auf einem solchen Träger gespeicherte Signale.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Speicherkapazität eines
solchen Aufzeichnungsträgers zu vergrößern. Es wird dabei von der Erkenntnis ausgegangen,
daß bei der Aufzeichnung eines Bildes, z.-B. eines Fernsehbildes, der Informationsinhalt
sich von Bild zu Bild bei der üblichen genormten Bildwechselfrequenz nur verhältnismäßig
gering ändert und daß es daher möglich ist, eine völlig ausreichende Information
bei der Wiedergabe eines solchen gespeicherten Bildes zu erhalten, wenn die Aufzeichnung
in der Weise erfolgt, daß jeweils nur dann ein neues Bild aufgezeichnet wird, wenn
der Informationsinhalt dieses Bildes sich gegenüber dem oder den vorhergehenden
Bildern um mehr als ein vorgegebenes Maß verändert hat.
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Von dieser Erkenntnis ausgehend'besteht das erfindungsgemäße Verfahren
zur Aufzeichnung von Bildsignalen auf einem platten, trommel- oder bandförmigen
Aufzeichnungsträger und zu deren Wiedergabe darin, daß die Signale der aufzuzeichnenden
Bilder zunächst in einem Zwischenspeicher gespeichert werden, daß anschließend jeweils
ein das Differenzbild von zwei, vorzugsweise aufeinanderfolgenden, Bildern charakterisierendes
Signal hergestellt
wird und daß schließlich dieses Differenzsignal
den Aufzeichnungsvorgang derart steuert, daß auf den Aufzeichnungsträger jeweils
nur dann eine neue,Aufzeichnungsspur geschrieben wird, wenn ein aus den Differenzsignalen
abgeleitetes Kriterium diesen Vorgang zuläßt.
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Dieses Verfahren setzt naturgemäß voraus, daß bei Vornahme einer Aufzeichnung
auf einem platten- oder trommelförmigen Aufzeichnungsträger ein Bild auf einer vollen
Aufzeichnungsspur -aufgezeichnet wird, so daß die Bildsynchronisierimpulse bei einem
plattenförmigen Aufzeichnungsträger auf einem gemeinsamen Radius des Trägers und
bei einem trommelförmigen Aufzeichnungsträger auf einer gemeinsamen, zur Trommelachse
parallel verlaufenden Geraden gespeichert sind0 Wenn man einmal unterstellt, daß
von einer auf einen plattenförmigen Aufzeichnungsträger aufzuzeichnenden Bildfolge,
z. B. z.
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einem Film, im Durchschnitt jeweils etwa nur das vierte aufzuzeichnende
Bild eine ausreichende Änderung seines Informationsinhalts aufweist, so wäre es
ausreichend, auf nebeneinanderliegende Spuren dieses Aùfzeichnungsträgers jeweils
nur jedes vierte Bild aufzuzeichnen. Dies' würde eine Verlängerung der Abspielzeit
um das Vierfache bedeuten, wenn man gleichzeitig dafür sorgen würde, daß auf der
Wiedergabeseite die aufgezeichneten Spuren jeweils genausoviele Male abgetastet
werden, wie auf der
Åufzeichnungsseite eine Aufzeichnung, vön Einzelbildern
unter drückt wurde.
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Bei der Durchführung dieses Verfahrens empfiehlt es sich, bei, der
Aufzeichnung das Differenzsignal jeweils aus den Signalen des zuletzt au£gezeichneten
und jenen des zur darauffolgenden Aufzeichnung angebotenen Bildes zu bilden,., In
diesem Fall erhält man das beste Kriterium für den Zeitpunkt, in dem ein neues Bild
auf die jeweils danebenliegende Spur aufgezeichnet werden muß.
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Zur Kennzeichnung der Anzahl der unterdrückten Bilder muß auf den
Aufzeichnungsträger jeweils für ein Bild ein Kennsignal über die Anzahl der beim
Ubergang von einer in die darauffolgende Aufzeichnungsspur unterdrückten Bilder
aufgezeichnet werden.
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Das Kriterium für die Aufzeichnung der jeweils folgenden Auf zeichnugsspar
wird zweckmäßig aus der Schwellwertüberschrei-' tung des Betrages des Differenzsignals
abgeleitet.
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Gewisse Schwierigkeiten bei dieser Art der Kompression eines aufzuzeichnenden
Bildverlaufs ergeben sich für die synchrone Aufzeichnung des begleitenden Tones,
beispielsweise der Sprache oder der Musik. Hierfür wird gemäB einer Weiterbildung
der Erfindung vorges@@@@@@@, jeweille in der Zeilen- bzw. Bildaustastlücke
das
bekannte Zeitmultiplexverfahren in der Weise an zuwenden, daß bei wiederholter Beibehaltung
derselben Aufzeichnungsspur für mehrere aufeinanderfolgende Bilder den zugehörigen
Tonsignalen jedes Bildes ein vorgegebener Zeitplatz innerhalb der Zoilen- bzw. Dildaustastlücke
zugoordnet wird.
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Auf diese Weise erreicht- man- auf' der Wiedergabeseite bei entsprechender
Abtastung der Tonsignals einen dem Bildverlaulf synchronen Verlauf des Begleittones.
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Zur Wiedergabe eines in der vorgeschlagenen Weise aufgezeichneten
Bildes wird gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, den Abtaster
des Wiedergabegerätes mit einem zusätzlichen elektromechanischen Wandler auszustatten,
der von einem aus dem aufgezeichneten Kennsignal abgeleiteten Impuls derart gesteuert
wird, daß bei einem Aufzeichnungsträger mit in sich geschlossenen, kreisförmig verl-aufenden
Aufzeichnungsspuren dieser Abtaster jeweils in die benachbarte Spur transportiert
wird.
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Bei einem Aufzeichnungsträger mit spiral- oder schraubenförmig verlaufenden
Aufzeichnungsspuren soll gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung der von
dem Kennsignal abgeleitete Impuls eine jeweils nach Aufzeichnung-eines Bildes-rfolgte
Arretierung des Vorschubes des Abtasters aufheben. Im letzteren Fall setzt dann
der Abtaster seine Bewegung in der spiralförmig oder
schraubenförmig
verlaufenden, Aufzeichnungsspur fort.
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Zur gleichzeitigen synchronen Wiedergabe der aufgezeichneten Tonsignale
ist im Wiedergabegerät eine Erkennungsschaltung erforderlich, welche die aufgezeichneten
Tonsignale in bekannter Multiplextechnik entsprechend der Anzahl der nicht aufgezeichneten
Bilder aus den Zeitplätzen heraustastet und die herausgetasteten Signale einem Tiefpaßfilter
zuführt. Am Ausgang des Tiefpaßfilters können dann die tonfrequenten Signale abgenommen
werden.
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Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen und den dazugehörigen
Zeichnungen erläutert. Es wird dabei der Fall betrachtet, daß als Aufzeichnungsträger
eine sog. Bildplatte mit Tiefenschrift und spiralförmiger Rille dient.
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Fig. 1 stellt ein Blockschaltbild zur erfindungsgemäßen Signalverarbeitung
bei der Aufzeichnung dar.
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Fig. 2 zeigt eine Erkennungs- und Steuerschaltung für die korrekte
Aufnahme der gespeicherten Information auf die Bildplatte.
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Fig. 3 stellt die Wirkung der Steuerschaltung nach Fig. 2 auf den
elektromechanischen Wandler zur Abtastersteuerung und auf die Steuerung der Abtascervorschubeinrichtung
dar.
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Fig. i zeigt das Blockschaltbild für die Signalverarbeitung vor der
Aufzeichnung auf den Aufzeichnungsträger. Im Falle der mechanischen Aufzeichnung
für eine Bildplatte wird die Aufzeichnung in der Regel nur mit reduzierter Geschwindigkeit
erfolgen können, das vorgeschlagene Verfahren kann natürlich prinzipiell auch im
Echtzeitbetrieb arbeiten.
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Das auf einem Zwischenträger 4 gespeicherte BAS-Bild- und Tonsignal
wird getrennt mit für die Aufzeichnung auf den plattenförmigen Träger geeigneter
Geschwindigkeit abgegeben. In einer Impulsabtrennstufe 2 wird das Bild-Austast-Synchrongemisch
(BAS-Signal) aufgetrennt in ein BA-Signal (Bild-Austast-Signal) und ein Synchrongemisch
(S).
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Das Synchrongemisch S gelangt zugleich zur Bildimpulsabtrennstufe
8, zur Zeilenimpulsabtrennstufe li und zum zeilensynchron getriggerten Taktimpulsgenerator
12. Das vom -Synchrongemisch befreite Bild-Austast-Signal BA wird in der VerszögerungsSeitung
3 (z. B. digitaler Speicher) um die Dauer eines Vollbildes verzögert und gelangt
dann über die Summierstufe 5, den Umschalter 15 und den Summierer'17 in den digitalen
Vollbildspeicher 18.
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Nach einer weiteren Verzögerung um die Dauer eines Vollbildes wird
das BA-Signal abhängig von der Entscheidung der Konjunktion 10 in den digitalen
Pufferspeicher 19 eingelesen oder nicht eingelesen, während der Ausgang des Pufferspeicher
19, gleichmäßig
vom Auslesetakt des Generators 20 gesteuert, die
gepufferten Signale mit reduzierter Geschwindigkeit dem Plattehschneidegerät zur
Aufzeichnung auf die Bildplatte abgibt.
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Die vorteilhafte Wirkung der erfindungsgemäßen Signalverarbeitung
liegt min darin, daß eine Kontrollschaltung 4 entscheidet, ob ein neues Vollbild
aufgezeichnet werden soll oder nicht. Dazu vergleicht die Kontrollschaltung 4 das
bereits zur Aufzeichnung vorgesehene BA-Signal am Ausgang des Umschalters 15 mit
dem aktuellen BA-Signal vor der Verzögerungsleitung 3. Dieser Vergleich erfolgt
im Falle der gezeichneten Schalterstellung 15 zwischen den Signalen von zwei aufeinanderfolgenden
Bildern.
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Liegt der Umschalter 15 in der Gegenlage, so daß über 15, 17, 18 ein
Umlaufspeicher entsteht, so erfolgt der Vergleich zwischen dem umlaufenden und zur
Aufzeichnung bereits vorgesehenen BA-Signal im Umlaufspeicher und dem aktuellenBA-Signal,am
Eingang der Verzögerungsleitung 3. Die ontrollschaltung 4 stellt bei dem oben beschriebenen
Vergleich ein Differenzsignal her, das die Differenz des gerade vorlietenden Vollbildes
zu dem letzten, bereits für die Aufzeichnung vorgesehenen Vollbildes charakterisiert.
Dieses Differenzsignal wird z. B. in üblicher Schaltungs technik dem Betrage nach
verglichen mit einer festen Schwellspannung. Bei Schwellüberschreitung erzeugt die
Kontrollschaltung 4 mit R ein Relevanzsignal, das für die restliche Dauer des anliegenden
Vollbildes aufrechterhalten wird und die Übernahme
des als relevant
erkannten Vollbildes in den Speicher 18 veranlaßt.
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Das Relevanzsignal R, verknüpft mit dem nächstfolgenden Bildimpuls
aus der Impulsabtrennstufe 8, startet den Parallel-Serienwandler 6, der über die
Sümmierstufe 5 während der Zeit des Bildsynchronimpulses ein Codewort in das BA-Signal
einblendet, das dem vorhergehenden Zählerstand'des Zählers 9 entspricht Gleichzeitig
setzt R den Zähler 9'in die Stellung 0, so daß die Eingangsbedingung der Konjunktion
10 erfüllt ist und damit der Schalter 15 in die gezeichnete Stellung geht (oder
dort verharrt). Der Ausgang der Konjunktion 10 gibt gleichzeitig bis zum Eintreffen
des nächsten Bildimpulses das Einlesen des BA-Signals aus dem Speicher 18 in den
Pufferspeicher 19 frei.
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Entscheidet die Kontrollschaltung i für das nächstfolgende Vollbild
auf "nicht relevant", d. h. R = O, so setzt der nächste Bildimpuls den Zähler 9
in die Stellung Zt - i. Damit ist die Konjunktion 10 nicht erfüllt. Der Umschalter
15 geht in die Gegenlage, der Eingang des Pufferspeichers 19 wird gesperrt und das
gerade von der Verzögerungsleitung 3 abgegebene BA-Signal geht verloren, während
das im Speicher 18 vorhandene BA-Signal über die Rückführung und den Umschalter
15 umläuft.
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Gleichzeitig setzen die stark verkürzten Zeilensynchronimpulse
der
Impulsabtrennstufe 11 über den reset-Eingang den Zähler 13 kurzzeitig auf 0, während
der getriggerte Impulsgenerator 12 dem Zähler 13 anschließend Taktimpulse zuführt.
Da der'Zähler 9 für das jetzt gerade betrachtete Bild auf Z1 = 1 steht, wird die
Koinzidenzschaltung 14 immer dann ein Signal an den Schalter 16 abgeben, wenn im
Anschluß an den kurzen Zeilenimpuls der erste Takt des Impuls generators 12 den
Zähler 13 auf Z2 = 1 setzt. Auf diese Weise erhält der Schalter 16 kurze Steuerbefehle,
die für den Zeitplatz Z2 = i unmittelbar im-Anschluß an den Beginn des Zeilenimpulses
über den Summierer 17 einen Abtastwert des Tonsignals in das umlaufende BA-Signal
einblendet.
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Bleibt das Relevanzsignal für längere Zeit R = O, so ist die weitere
Arbeitsweise vollständig analog. Mit jedem Bildimpuls wächst der Zählerstand'Z und
jeweils für Z = Zl wird Z1-Takte 1 2 nach dem Beginn des Zeilenimpulses. eine entsprechende
Tonprobe des kontinuierlichen Tonsignals auf einem zugeordneten Zeitplatz in das
BA-Signal eingeblendet. Auf diese Weise erhält das umlaufende BA-Signal die akkumulierte
Toninformation auch für mehrere Umläuft. Da bei einer Zeilenfrequenz von 15 kHz
und wegen des sampling-Theorems auf die-se Weise nur eine Tonbandbreite von weniger
als 7,5 kHz resultiert, könnten zur Erhöhung der Bandbreite z. B. auch jeweils zwei
geeignet abgetastete Tonprobe'n eingeblendet werden.
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Entscheidet die Kontrollschaltung 4 nach Z1-Bildern auf R = 1, so
wird mit dem nachfolgenden Bildimpuls über die Konjunktion 7 sowohl der letzte Zählerstand
Z1 auf den Parallel-Serienwandler 6 in das BA-Signal eingeblendet, als auch über
das O-Setzen von Zähler 9 über die Konjunktion 10 die Übernahme des neuen BA-Signals
in den Speicher 18 und die Übernahme des in 18 gespeicherten BA- und kombinierten
Tonsignals in den Pufferspeicher 19 veranlaßt.
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Um bei wachsendem Zählerstand Z1 nicht die Tonproben in das Bildsignal
geraten zu lassen, wird der Zähler 9 bei einem Zählerstand Z1 = n zyklisch, d. h.
der Zähler steht nach n Bildumläufen im Umlaufspeicher immer auf Z1 = O. Da nun
die Bedingung für die Konjunktion 10 erfüllt ist, wird der Umschalter 15 in Ruhelage
gebracht, das anliegende neue Bild über 15 und 17 in den Speicher 18 eingelesen
und gleichzeitig das vorher gespeicherte und mit der Toninformation versehene Bildsignal,
in den Pufferspeicher 19 eingelesen. Es erfolgt dabei zur Kennung für die maximale
Umlaufzahl n kein Einschreiben eines Codeworten, Das in den Pufferspeicher -19 übernommene
Signal kann nun gleichmäßig-mit reduzierter Geschwindigkeit abgegeben werden. Entsprechend
dem Auslesetakt des Generators 20 werden nur Signale zur Aufzeichnung abgegeben,
die von der Kontrollschaltung 4 als
relevant angesehen wurden.
Damit die Länge des Pufferspeichers i9 endlich sein kann, sorgt ein Pufferkontrollsignàl
PK dafür, daß die Auswahl der Kontrollschaltung 4 abhängig ist vom Füllungsgrad
des Puffers. So steuert beispielsweise der mittlere Füllungsgrad des Puffers die-
Höhe der in der Kontrollschaltung 4 verwendeten Schwelle, so daß bei zu hohem Füllungsgrad
auch die Entscheidungsschwelle angehoben wird und somit weniger relevante Bilder
ausgewählt werden, bis der Pufferstand wieder sinkt.
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Fig. 2 zeigt das Blockschaltbild-der Erkennungs- und Steuerschaltung
für die korrekte Wiedergabe des aufgezeichneten Bild-und Tonsignals im Falle der
Aufzeichnung auf eine Bildplatte.
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Das Signal des Abtasters wird in üblicher Schaltungstechnik in einer
Demodulatorschaltung 21 von der Trägerfrequenz (z. B. FM bei Bildplatte) befreit
und in das Bildabtastsignal (BA-Signal) und ein Codesynchrongemisch (CS) aufgetéilt.
Das BA-Signal gelangt an einen Summierer 34, an dem ein geeignet vom-Summieror 26
erzeugtes Synchrongemisch S zugemischt wird, so daß am Ausgang des Summierers 34
ein normgerechtes BAS-Signal vorliegt.
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Das Codesynchrongemisch CS gelangt zunächst an einen Serienparallelwandler
22. Gleichzeitig startet der Ausgang der Bildimpulsabtrennstufe 24 mit jedem Bildimpuls
einen Generator 23, der dem Serienparallelwandler 22 gerade zur richtigen Zeit während
des
Bildimpulses so viele Impulse zuführt, daß das Codewort Z1 aus Fig. 1 für die Anzahl
der Bildumläufe in 22 eingeschrieben ist. Gleichzeitig gelangt der Bildsynchronimpuls
an den Zähleingang des Rückwärtszählers 25.
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Es sei jetzt vorausgesetzt, daß gerade beim letzten Bildimpuls der
Rückwärtszähler auf 0 gelau£en war. Dann ist die K.onjunktionsbedingung für die
Konjunktion 27 erfüllt und der Rückwärtszähler wird gesetzt auf den mit dem Serienparallelwandler
erkannten Zählerstand Z1. Gleichzeitig -gelangt ein Steuerimpuis SI an die Abtaststeuerung
-nach Fig. 3. Mit jedem Bildimpuls wird jetzt der Rückwärtszähler 25 um einen -Schritt
zurückgestellt, bis der Zählerstand 0 erreicht wird, an den Abtaster von der Konjunktion
27 ein Steuersignal SI abgegeben wird und der neue Zählerstand über 22 in den Rückwärtszähler
25 eingelesen ist. Gleichzeitig setzen die von dem getriggerten Zeilenimpulsgenerator
31 abgegebenen Zeilenimpulse den Zähler 29 kurzzeitig auf 0, während ein mit dem
Zeilenimpuls getriggerter Generator 30 gerade so viele Zählimpulse an den Zähler
29 abgibt, wie Zeitplätze für das Tonsignal vorhanden sind. Entsprechend der Nummer
des Bildumlaufs in der gleichen Rille, charakterisiert durch den -Stand -des Rückwärtszählers
25, gibt die Koinzidenzsohaltung. 28 Steuersignale für den Schalter 32 ab, der nun
dem Jeweiligen Umlauf entsprechend die zugeordne-.
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ten Tonproben aus dem Codesynchrongemisch CS aufnimmt und daraus
über
den Tiefpaß 33 das fortlaufende Tonsignal rekonstruiert.
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Wie schon angedeutet, rekonstruiert der Summierer 26 aus den Bild-
und Zeilenimpulsen ein geeignetes Synchrongemisch S und führt dieses über den Summierer
34 dem BA-Signal za, so daß ein für normale Fernsehgeräte geeignetes BAS-Signal
entsteht.
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Ein für die direkte Umsetzung in ein geeignetes Fernsehband notwendiger
Modulator kann hier unbetrachtet bleiben.
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Mit Fig. 3 wird nun gezeigt, wie mit den Steuersignalen nach Fig,
2 die Funktionen des Abspielgerätes geeignet gesteuert werden können. Es sei ausdrücklich
bemerkt, daß Fig. 3 nur ein Realisierungsbeispiel darstellt und daß z, B. im Hinblick
auf die Steuerung des Abtastervorschubs viele Varianten denkbar sind.
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Die Bildplatte 40 nach Fig. 3 sei geeignet angetrieben (Antrieb hier
weggelassen) und werde vom Abtaster 41 abgetastet. Der Ab: taster 41 ist über einen
seitlich (radial zur Platte) beweglichen, elektromechanischen Wandler 42 verbunden
mit dem Abtasterarm 43, der seinerseits geführt wird durch die Führungsschiene 44
und verschiebbar ist durch einen Seiltrieb 45. Der Seiltrieb 45 liegt auf einer
Rille in einem Schneckenrad 46, das über die Schnecke i7 angetrieben wird von einem
Einzelschrittmotor 48.
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Bei jedem Impuls SI am Eingang des Motors 48 schaltet der Motor
einen
Schritt weiter und erzwingt einen Vorschub des Abtasters arms um gerade eine Rillenbreite
der Bildplatte. Dieser Zwangsvorschub hat jedoch wegen der Elastizität des Abtasterarms
keinen unmittelbaren Einfluß auf den Vorschub des Druckabtasters 41. Der Druckabtaster
41 wird vielmehr innerhalb eines gewissen Elastizitätsbereichs des Abtasterarms
durch die spiralförmige Rille der Bildplatte geführt. Damit tatsächlich der Abtaster
für die vorgeschriebenen Z1-Umläufe in der'gleichen Rille bleibt, wird der Abtaster
über einen elektromechanischen Wandler 42 nach jeder Plattenumdrehung impulsförmig
während der Zeit des Bildsynchronimpulses so oft @ in die vorhergehende Rille zurückgesetzt,
bis das Signal SI nach Fig. 2 den Vorschub erlaubt Dazu wird der Bildimpuls mit
dem negierten SI-Impuls über die KonJunktion 49 verknüpft. Solange der SI-Impuls
O ist, steuert der Bildimpuls über die Konjunktion 49 und den Impulsformer 50, den
elektromechanischen Wandler in der Weise' daß der-Abtaster 41 relativ zum Abtasterarm
43 impulsartig in die vor hergehende Nachbarrille zurückspringt. Ein Vorschub erfolgt
-erst dann, wenn die Steuerschaltung nach Fig. 2 einen SI-Impuls abgibt, der den,
Rücksprungbefehl über die Konjunktion 49 sperrt.