DE10126518A1 - Antenne, Antennenanordnung sowie Transpondererkennungseinrichtung - Google Patents
Antenne, Antennenanordnung sowie TranspondererkennungseinrichtungInfo
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Abstract
Es wird eine Antenne (20) für eine Empfang-Sende-Einheit zur Detektion von Transpondern vorgeschlagen, die einen schlaufenförmigen Antennenleiter umfasst. Der Kern der Erfindung liegt darin, dass der Antennenleiter (22) auf und/oder in einem Trägerelement (21) angeordnet ist, wobei das Trägerelement mit dem Leiter eine biegsame Einheit bildet, und wobei der Antennenleiter (22) im ebenen Zustand der Einheit zwangsläufig eine im Wesentlichen gleichbleibend definierte Fläche (5) abdeckt oder eine solche ausspannt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Antenne nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie eine Anordnung von mehreren Antennen bzw.
eine Transpondererkennungseinrichtung.
Ein Transponder stellt ein Empfang-Sende-Gerät dar, das nach
dem Abfrage-Antwort-System arbeitet.
Der Einsatz von Transpondern ist mittlerweile auf vielen
Gebieten weit verbreitet. Beispielsweise sind
Erkennungskarten mit einem Transponder bekannt, mit welchen
z. B. eine Zugangsberechtigung geregelt wird.
Des Weiteren wurde der Einsatz von Transpondern für Bücher in
Bibliotheken vorgeschlagen, um die Ausgabe und Rücknahme der
Bücher zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Bei einer anderen bekannten Anwendungsform wird an
Kleidungsstücken jeweils ein Transponder angebracht, um eine
Diebstahlsicherung zu ermöglichen.
In all diesen Fällen muss der Transponder an einer Empfang-
Sende-Einheit vorbeigeführt werden, um den Transponder
detektieren zu können.
Die Empfang-Sende-Einheit ist dazu mit einem
schlaufenförmigen Antennenleiter verbunden, der ein
elektromagnetisches Signal aussendet und vom Transponder
wieder empfängt.
Die Anordnung von Empfang-Sende-Einheit und schlaufenförmiger
Antennenleiter ist an den Stellen, an welchen die
Transpondererkennung stattfinden soll, fest installiert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Transpondererkennungssystem vielseitiger einsetzbar gestalten
zu können.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1, 7
sowie 9 und 10 gelöst.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige
Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
Die Erfindung geht zunächst von einer Antenne für eine
Empfang-Sende-Einheit zur Detektion von Transpondern aus, die
einen schlaufenförmigen Antennenleiter umfasst. Ein
Kerngedanke der Erfindung liegt nun darin, dass der
Antennenleiter auf und/oder in einem Trägerelement angeordnet
ist, wobei das Trägerelement mit dem Leiter eine biegsame, z. B.
aus- bzw. zusammenrollbare oder zusammenlegbare, Einheit
bildet, und wobei der Antennenleiter im ebenen, z. B.
ausgerollten Zustand der Einheit zwangsläufig eine im
Wesentlichen gleichbleibend definierte Fläche abdeckt oder
eine solche aufspannt. Auf diese Weise wird es möglich, eine
mobile Transpondererkennungseinrichtung zu realisieren, da
die Antenne vielseitig positioniert bzw. angebracht werden
kann. Darüber hinaus macht sich die Erfindung auch die
Erkenntnis zunutze, dass bei fest installierten
Transpondererkennungseinrichtungen die Detektionsantenne
nicht immer in Bezug auf die Position des zu detektierenden
Transponders bestmöglichst platziert ist. In diesem Fall wäre
es wünschenswert, die Detektionsantenne gegebenenfalls
umzuplatzieren, was mit der erfindungsgemäßen Antenne leicht
möglich ist. Denn die flexibel, z. B. zusammen- und
ausrollbare Antenne ist einfach zu handhaben und ohne viel
Aufwand zu verstauen. Unter dem Begriff "biegsam" soll im
Hinblick auf die Einheit aus Trägerelement und Antennenleiter
im Sinne der Erfindung verstanden werden, dass diese Einheit
einerseits eine Flexibilität aufweist, um aufgerollt bzw.
zusammengelegt werden zu können, andererseits zwangsläufig
nach dem Auslegen der Einheit, für den Fall, dass keine
unüblichen Krafteinwirkungen auftreten, gewährleistet ist,
dass der Antennenleiter eine im Wesentlichen gleichbleibend
definierte Fläche abdeckt.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
umfasst das Trägerelement eine flexible Matte, z. B. eine PVC-
Gummimatte. Wird die Antenne z. B. in einer Personen- oder
Tiererfassungsvorrichtung eingesetzt, kann die Matte auf
einen Bodenbereich gelegt werden, durch welchen sich die
Personen oder Tiere auf jeden Fall bewegen. Damit kann
beispielsweise eine Ferkelzählvorrichtung realisiert werden,
bei welcher die zu zählenden Ferkel, welche mit einem
Transponder versehen sind, über die Matte laufen. Die
"Bodenmatte" hat den Vorteil, dass der Abstand von zu
detektierendem Transponder und Antennenleiter in der Matte im
Wesentlichen immer gleich bleibt, sofern die Transponder an
den Ferkeln an der gleichen Stelle angeordnet sind. Dies
würde anders aussehen, wenn die Antenne vertikal, z. B. an der
Seite eines vergleichsweise breiten Gatters angebracht ist,
und die zu zählenden Ferkel, was leicht einzusehen ist,
einmal näher oder weiter entfernt an der Antenne
vorbeilaufen.
Das Trägerelement kann jedoch auch einen flexiblen Schlauch
umfassen, der eine noch einfachere und platzsparende Variante
darstellt, den Antennenleiter definiert auszulegen.
Vorzugsweise verläuft der Antennenleiter im flexiblen
Schlauch.
In einer weiteren, besonders bevorzugten Ausgestaltung der
Erfindung sind mehrere, z. B. zwei Antennenleiter vorgesehen.
Damit wird es möglich, die Geschwindigkeit und die Richtung
eines an der Antenne vorbeigeführten Transponders, sprich
Lebewesen oder Gegenstand mit Transponder zu bestimmen.
Ähnliche Vorteile können erzielt werden, wenn eine Anordnung
von mehreren, z. B. zwei Antennen vorgesehen wird.
Um die Antenne besonders vielseitig einsetzen zu können, wird
darüber hinaus vorgeschlagen, dass das Trägerelement
elektrische Verbindungsmittel zur Verbindung mit einer
separaten Empfang-Sende-Einheit aufweist. Dadurch kann die
Antenne ohne Schwierigkeiten an vielen Positionen
untergebracht bzw. angebracht werden, da auf eine Empfang-
Sende-Einheit an der Antenne keine Rücksicht genommen werden
muss.
Eine Transpondererkennungseinrichtung kann eine
erfindungsgemäße Antenne oder eine Anordnung aus mehreren
Antennen umfassen.
Bei einer kompakten Ausführungsform der
Transpondererkennungseinrichtung kann die Empfang-Sende-
Einheit unmittelbar am Trägerelement angeordnet werden.
Eine Transpondererkennungseinrichtung kann, wie bereits
ausgeführt, zur Personen- oder Tiererfassung eingesetzt
werden. Andererseits können jedoch auch sich bewegende
Gegenstände, wie z. B. Fahrzeuge oder auf einem Fließband sich
bewegende Pakete, erfasst werden.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den
Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
unter Angabe weiterer Vorteile und Einzelheiten näher
Erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine schematisierte Draufsicht auf eine
Antenne mit Empfangs-Sende-Einheit und
Fig. 2 eine schematisierte Draufsicht auf eine
Antenne für eine Empfangs-Sende-Einheit in
Form einer Matte.
Fig. 1 zeigt in einer schematischen Draufsicht eine
Transpondererkennungseinrichtung 1, die eine Antenne 2 sowie
eine Empfang-Sende-Einheit 3 umfasst. Die Antenne 2 besteht
aus einer flexiblen Schlauchschleife 4, deren Enden 5, 6 an
einem Gehäuse 7 der Empfang-Sende-Einrichtung 3 befestigt
sind.
Im Innern der Schlauchschleife 4 ist eine
Antennenleiterschleife 8 angeordnet. Die Enden 9, 10 des
Antennenleiters stehen mit der Empfang-Sende-Einheit 3 in
Verbindung und sind dementsprechend in das Gehäuse 7, in
welchem die Empfang-Sende-Einheit 3 untergebracht ist,
geführt.
Die Schlauchschleife 4 mit Antennenleiterschleife 8 ist
einerseits so ausgeführt, dass sie eine Flexibilität
aufweist, um beispielsweise bei Nichtbenutzung über das
Gehäuse 7 der Empfang-Sende-Einheit 3 aufgerollt werden zu
können bzw. ein Zusammenlegen der Antenne 2 möglich ist.
Andererseits weist die Schlauchschleife 4 mit Antennenleiter
8 eine Eigenstabilität in der Weise auf, dass sie im
ausgerollten, ebenen Zustand, wie in Fig. 1 dargestellt, in
welchem der Schlauch unter keiner für den Anwendungsfall
unüblichen Krafteinwirkung steht, eine im Wesentlichen
gleichbleibend definierte Fläche 11 abdeckt.
Auf diese Weise wird es möglich, für eine
Transpondererkennung eine geometrisch definierte Antennenform
bereitzustellen, die vielseitig und mobil an verschiedenen
Plätzen zum Einsatz gebracht werden kann. Bei Nichtverwendung
lässt sich die Transpondererkennungseinrichtung
vergleichsweise klein zusammenlegen und benötigt daher
lediglich einen entsprechend kleinen Stauraum.
Fig. 2 zeigt in einer schematischen Draufsicht eine
Ausführungsform einer Antenne 20, die eine Gummimatte 21,
z. B. aus PVC, umfasst, in welche ein Antennenleiter 22 in
Form einer Schleife eingebettet ist. Die Enden 23, 24 der
Antennenleiterschleife 22 sind beispielhaft auf ein
Steckerelement 26 geführt. Über das Steckerelement 26 und
eine entsprechende Verbindungsleitung kann die Antenne 20 mit
einer entsprechenden Elektronikeinheit, die z. B. eine
Empfang-Sende-Einheit umfasst, verbunden werden, um eine
Detektion von Transpondern zu ermöglichen, die im Bereich der
Antennenleiterschleife 22 vorbeibewegt werden.
Auch diese Einheit aus Gummimatte 21 und
Antennenleiterschleife 22 ist in einer Weise flexibel, dass
sie aufroll- bzw. zusammenlegbar ist. Im ausgerollten, ebenen
Zustand deckt die Antennenleiterschleife 22 einen
vergleichsweise exakt definierten Bereich 25 ab, der vom
Antennenleiter 22 umgeben wird.
Die mattenförmige Antennenmatte 20 gemäß Fig. 2 kann
beispielsweise im Rahmen einer Ferkelzähleinrichtung
eingesetzt werden, indem die Antenne 20 zwischen begrenzenden
Gatterelementen auf den Boden gelegt wird, so dass die Ferkel
gezwungen sind, sich immer über die Matte hinweg zu bewegen.
Bei einer ungefähr gleichen Positionierung von Transpondern
an den Ferkeln ist durch diese Anordnung der Abstand einer
Antennenleiterschleife zwischen Transponder und Ferkel, im
Wesentlichen unabhängig davon, ob sich das Ferkel in der
Mitte oder am Rand über die Matte hinweg bewegt, was die
Detektion erleichtert und die Detektionssicherheit erhöht.
Eine derartige Ferkelzählvorrichtung lässt sich mit der
erfindungsgemäßen Antenne leicht auf- und abbauen, kann also
mit vergleichsweise geringem Aufwand mobil eingesetzt werden,
beispielsweise dann, wenn ein LKW mit Ferkeln an
verschiedenen Orten entladen bzw. beladen wird.
1
Transpondererkennungseinrichtung
2
Antenne
3
Empfang-Sende-Einheit
4
Schlauchschleife
5
Schlauchende
6
Schlauchende
7
Gehäuse
8
Antennenleiter
9
Antennenleiterende
10
Antennenleiterende
11
Fläche
20
Antenne
21
Gummimatte
22
Antennenleiter
23
Antennenleiterende
24
Antennenleiterende
25
Bereich
26
Steckerelement
Claims (10)
1. Antenne (2, 20) für eine Empfang-Sende-Einheit (3) zur
Detektion von Transpondern, die einen schlaufenförmigen
Antennenleiter (8, 22) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass
der Antennenleiter (8, 22) auf und/oder in einem
Trägerelement (4, 21) angeordnet ist, wobei das Trägerelement
(4, 21) mit dem Antennenleiter (8, 22) eine biegsame Einheit
bildet und wobei der Antennenleiter (8, 22) im ebenen Zustand
der Einheit zwangsläufig eine im Wesentlichen gleichbleibend
definierte Fläche (11, 25) abdeckt oder eine solche
ausspannt.
2. Antenne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Trägerelement eine flexible Matte
(21) umfasst.
3. Antenne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement einen flexiblen Schlauch (4) umfasst.
4. Antenne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass mehrere Antennenleiter (8, 22)
vorgesehen sind.
5. Antenne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Trägerelement elektrische
Verbindungsmittel (26) zur Verbindung mit einer separaten
Empfangseinheit aufweist.
6. Anordnung von mehreren Antennen gemäß einem der
vorhergehenden Ansprüche.
7. Transpondererkennungseinrichtung mit einer Antenne
und/oder einer Anordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
8. Transpondererkennungseinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Empfang-Sende-Einheit (3)
unmittelbar am Trägerelement (4) angeordnet ist.
9. Personen- oder Tiererfassungsvorrichtung mit einer
Transpondererkennungseinrichtung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche.
10. Gegenstand-Erfassungsvorrichtung mit einer
Transpondererkennungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 8.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE2001126518 DE10126518A1 (de) | 2001-05-30 | 2001-05-30 | Antenne, Antennenanordnung sowie Transpondererkennungseinrichtung |
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---|---|---|---|
DE2001126518 DE10126518A1 (de) | 2001-05-30 | 2001-05-30 | Antenne, Antennenanordnung sowie Transpondererkennungseinrichtung |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE10126518A1 true DE10126518A1 (de) | 2002-12-12 |
Family
ID=7686766
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE2001126518 Withdrawn DE10126518A1 (de) | 2001-05-30 | 2001-05-30 | Antenne, Antennenanordnung sowie Transpondererkennungseinrichtung |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE10126518A1 (de) |
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