„Rudolph Karstadt“ – Versionsunterschied
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'''Rudolph Karstadt''' (* [[16. Februar]] [[1856]] in [[Grevesmühlen]]; † [[15. Dezember]] [[1944]] in [[Schwerin]]) war ein deutscher Kaufhausunternehmer. |
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[[Datei:Rudolph Karstadt AG 1926.jpg|mini|Aktie über 100 RM der Rudolf Karstadt AG vom 12. Januar 1926 mit Unterschrift vom Vorstand Rudolph Karstadt]] |
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Rudolph Karstadt war Sohn des Färbermeisters Christian Karstadt und dessen Frau Dorothea. Er hatte drei Schwestern und fünf Brüder. |
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Der gelernte Einzelhandelskaufmann Rudolph Karstadt eröffnete am 14. Mai 1881 sein erstes „Manufactur-, Confections- und Tuchgeschäft“ in der [[Krämerstraße (Wismar)|Krämerstraße]] 4 in [[Wismar]], aus dem die spätere [[Karstadt AG]] hervorging. Sein zwei Jahre älterer Bruder Ernst betrieb ebenfalls kleine Warenhäuser (zum Beispiel im [[Dömitz]] und [[Hamburg-Wandsbek|Wandsbek]]), die Rudolph im Jahre 1900 seinem verschuldeten Bruder abkaufte. Bereits 1920 besaß er über 30 Geschäfte in ganz Deutschland. Karstadt maximierte seine Gewinne, indem er den Wareneinkauf zentral abwickelte und Ware auch direkt, ohne Zwischenhandel, von den Herstellern bezog. Bis dato waren Preisverhandlungen üblich gewesen, Karstadt führte in seinen Geschäften stattdessen [[Festpreis]]e ein. |
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Karstadt kaufte 1929 vom jüdischen Fabrikanten Heinrich Brückmann, der verstorben war, das Grundstück Inselstraße 38/40/42 auf [[Schwanenwerder]] in Berlin und den „Amselhof“ mit Wirtschaftsgebäuden, Gewächshaus und Bootshaus. Das Grundstück wurde 1937 geteilt und Wilhelm Höffner erwarb das Objekt in der Inselstr. 40.<ref>[https://www.modernruins.de/index.php/lost-places/haeuser-und-villen/landhaus-carl-duisberg Modernruins.de: ]</ref> |
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Nachdem Rudolph Karstadt während der [[Weltwirtschaftskrise]] 1931/1932 sein gesamtes Vermögen verloren hatte, schied er aus dem Unternehmen aus und zog sich nach Schwerin zurück. |
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Aktuelle Version vom 3. Januar 2024, 13:06 Uhr
Rudolph Karstadt (* 16. Februar 1856 in Grevesmühlen; † 15. Dezember 1944 in Schwerin) war ein deutscher Kaufhausunternehmer.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rudolph Karstadt war Sohn des Färbermeisters Christian Karstadt und dessen Frau Dorothea. Er hatte drei Schwestern und fünf Brüder.
Der gelernte Einzelhandelskaufmann Rudolph Karstadt eröffnete am 14. Mai 1881 sein erstes „Manufactur-, Confections- und Tuchgeschäft“ in der Krämerstraße 4 in Wismar, aus dem die spätere Karstadt AG hervorging. Sein zwei Jahre älterer Bruder Ernst betrieb ebenfalls kleine Warenhäuser (zum Beispiel im Dömitz und Wandsbek), die Rudolph im Jahre 1900 seinem verschuldeten Bruder abkaufte. Bereits 1920 besaß er über 30 Geschäfte in ganz Deutschland. Karstadt maximierte seine Gewinne, indem er den Wareneinkauf zentral abwickelte und Ware auch direkt, ohne Zwischenhandel, von den Herstellern bezog. Bis dato waren Preisverhandlungen üblich gewesen, Karstadt führte in seinen Geschäften stattdessen Festpreise ein.
Karstadt kaufte 1929 vom jüdischen Fabrikanten Heinrich Brückmann, der verstorben war, das Grundstück Inselstraße 38/40/42 auf Schwanenwerder in Berlin und den „Amselhof“ mit Wirtschaftsgebäuden, Gewächshaus und Bootshaus. Das Grundstück wurde 1937 geteilt und Wilhelm Höffner erwarb das Objekt in der Inselstr. 40.[1] Nachdem Rudolph Karstadt während der Weltwirtschaftskrise 1931/1932 sein gesamtes Vermögen verloren hatte, schied er aus dem Unternehmen aus und zog sich nach Schwerin zurück.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rudolf Lenz: Karstadt, Rudolph. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 11, Duncker & Humblot, Berlin 1977, ISBN 3-428-00192-3, S. 301–303 (Digitalisat).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rudolph Karstadt, Visionär des Handels auf der Website der Stadt Wismar
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Personendaten | |
---|---|
NAME | Karstadt, Rudolph |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kaufhausunternehmer |
GEBURTSDATUM | 16. Februar 1856 |
GEBURTSORT | Grevesmühlen |
STERBEDATUM | 15. Dezember 1944 |
STERBEORT | Schwerin |